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06.11.2009

Wall Street Schluss: Kursgewinne nach Seitwärtsbewegung, US-Arbeitslosigkeit steigt

New York (aktiencheck.de AG) - Nach ausgeprägteren Schwankungen am Vormittag haben sich die US-Börsen heute seitwärts bewegt und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Zuvor wurden einige unvorteilhafte Konjunkturberichte vorgelegt. So erreichte die Arbeitslosenquote im Oktober das höchste Niveau sei April 1983. Der Dow Jones stieg um 0,18 Prozent auf 10.023,19 Punkte. Währenddessen konnten der NASDAQ Composite 0,34 Prozent auf 2.112,44 Punkte und der S&P 500 0,25 Prozent auf 1.069,31 Zähler zulegen.

Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Oktober nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 10,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 9,8 Prozent gestanden hatte. Hierbei handelt es sich um den höchsten Stand seit April 1983. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 9,9 Prozent gerechnet. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 190.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen schwächeren Stellenabbau um 175.000 Beschäftigte erwartet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen um 0,3 Prozent an, nach einem Plus von 0,1 Prozent im Vormonat. Hier waren Volkswirte nur von einem Zuwachs um 0,1 Prozent ausgegangen. Das Volumen der US-Verbraucherkredite ist im September um 7,2 Prozent bzw. 14,8 Mrd. Dollar auf 2,46 Bio. Dollar zurückgegangen.

Der US-amerikanische Energieversorger AES (ISIN US00130H1059/ WKN 882177) hat im dritten Quartal 2009 einen Umsatz von 3,84 Mrd. Dollar erzielt, nachdem im Vorjahreszeitraum Umsatzerlöse von 4,32 Mrd. Dollar verzeichnet wurden. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter verbesserte sich auf 185 Mio. Dollar bzw. 0,28 Dollar je Aktie, nachdem man im Vorjahr einen Nettogewinn von 145 Mio. Dollar bzw. 0,22 Dollar je Anteilsschein ausgewiesen hatte. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn im Berichtszeitraum bei 0,26 Dollar je Anteilsschein, nachdem man im Vorjahr auf vergleichbarer Basis ein EPS von 0,31 Dollar verzeichnet hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,26 Dollar sowie einen Umsatz von 3,35 Mrd. Dollar erwartet. Ferner gab der Konzern außerdem eine Kapitalerhöhung ohne Bezugsrecht im Gesamtvolumen von 1,58 Mrd. Dollar bekannt. Die Aktie von AES rückte 1,30 Prozent vor.

Die Aktie von Fannie Mae (ISIN US3135861090/ WKN 856099) rutschte um 7,14 Prozent ab. Der staatlich kontrollierte US-Hypothekenfinanzierer musste im dritten Quartal erneut einen deutlichen Verlust ausweisen. So belief sich der Nettoverlust im Berichtszeitraum auf 18,9 Mrd. Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 29,0 Mrd. Dollar verbucht hatte. Inklusive der Dividendenzahlungen auf die vom US-Finanzministerium gehaltenen Vorzugsaktien des Konzerns hat der Nettoverlust im Berichtszeitraum bei 19,8 Mrd. Dollar bzw. 3,47 Dollar je Aktie gelegen, nachdem im Vorjahresquartal auf vergleichbarer Basis ein Verlust von 29,41 Mrd. Dollar bzw. 13,00 Dollar je Aktie ausgewiesen worden war. Fannie Mae beantragt weitere Staatshilfen in Höhe von 15,0 Mrd. Dollar.

Die American International Group (ISIN US0268747849/ WKN A0X88Z) konnte auch im dritten Quartal mit einem Gewinn aufwarten. So lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 455 Mio. Dollar bzw. 0,68 Dollar je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum angesichts hoher Einmalbelastungen einen Nettoverlust von 24,47 Mrd. Dollar bzw. 181,02 Dollar je Aktie ausgewiesen hatte. Der bereinigte Nettogewinn hatte im Berichtszeitraum bei 1,91 Mrd. Dollar bzw. 2,85 Dollar je Aktie gelegen. Insgesamt habe sich im Berichtsquartal eine Stabilisierung der Gesamtsituation an den Finanz- und Versicherungsmärkten abgezeichnet. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,20 Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 1,09 Dollar. Titel von AIG brachen um 9,75 Prozent ein.

Auch für Mirant (ISIN US60467R1005/ WKN A0H0ZF) ging es 3,94 Prozent abwärts. Wie der US-Energieversorger bekannt gab, schrumpfte der Nettogewinn im dritten Quartal von 1,61 Mrd. Dollar oder 8,69 Dollar je Aktie auf nun 55 Mio. Dollar bzw. 0,38 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte wurde im fortgeführten Geschäft ein EPS von 1,63 (Vorjahr: 1,17) Dollar erzielt, während Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,16 Dollar gerechnet hatten.

Der US-Anleiheversicherer PMI Group (ISIN US69344M1018/ WKN 894739) konnte den Verlust im dritten Quartal deutlich reduzieren. So lag der Nettoverlust im Berichtszeitraum mit 93,2 Mio. Dollar bzw. 1,13 Dollar je Aktie deutlich unter dem Vorjahreswert von -229,4 Mio. Dollar bzw. -2,81 Dollar je Aktie. Der Nettoverlust aus dem fortgeführten Geschäft hatte im Berichtszeitraum bei 1,06 Dollar je Aktie gelegen. Insgesamt habe man nach wie vor unter Wertberichtigungen bei Hypotheken-Derivaten zu leiden gehabt. Bei den Prämieneinnahmen wurde ein Rückgang auf 167,4 Mio. Dollar verbucht, nach 176,5 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 1,36 Dollar je Aktie erwartet. Die Unternehmensaktie zog um 4,48 Prozent an.

Der US-Finanzinvestor Blackstone Group (ISIN US09253U1088/ WKN A0MSM5) hat im dritten Quartal einen Umsatz von 603,6 Mio. Dollar erwirtschaftet, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Anstieg um 833,0 Mio. Dollar entspricht. Der Nettoverlust konnte gegenüber dem Vorjahreswert auf 176,2 Mio. Dollar bzw. 0,91 Dollar je Aktie verbessert werden, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 340,3 Mio. Dollar bzw. 1,56 Dollar je Aktie verzeichnet hatte. Beim Nettoergebnis inklusive Steuererstattungen wurde ein Gewinn von 275,3 Mio. Dollar bzw. 0,25 Dollar je Aktie verbucht. Analysten hatten zuvor ein EPS von 15 Cents erwartet. Heute gewann der Wert 6,99 Prozent.

Bereits gestern legte NVIDIA (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) nachbörslich die Zahlen für das vergangene Quartal vor. Der Grafikchip-Hersteller hat im dritten Quartal einen Umsatz von 903,2 Mio. Dollar erzielt, nach 897,7 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Ferner wurde ein Nettogewinn von 107,6 Mio. Dollar oder 0,19 Dollar je Aktie erwirtschaftet. Auf bereinigter Basis wurde der Nettogewinn mit 110,3 Mio. Dollar respektive 0,19 Dollar je Anteilschein angegeben. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von 838,1 Mio. Dollar und einem EPS von 0,10 Dollar gerechnet. Der im NASDAQ 100 geführte Wert zog deutlich an (+7,25 Prozent). (06.11.2009/ac/n/m)

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